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Freundeskreis der Absolventen von Seminaren der
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Hofbieber in der wunderschönen Rhön ist eine Reise wert.
Von der Barockstadt Fulde nur 14 km entfernt wurden alle Seminarteilnehmer und Semi- narteilnehmerinnen im 1. Rhö- ner Wanderhotel „Biebertal“ in Langenbieber, einem Ortsteil der Gemeinde Hofbieber ein- quartiert. In der Gemeinde ein- gebettet befindet sich in einer idyllischen, landwirtschaftlich geprägten Lage die sagenum- wobene Milseburg. Von wei- tem schon sichtbar, thront auf dem Bieberstein das gleich- namige barocke Schloss aus dem Jahre 1150.
Heute befindet sich im Schloss das älteste und traditionsreiche Lan- deserziehungsheim in Hessen, betrieben von der Hermann-Lietz-Stiftung. Das Gebäude ist deshalb nur begrenzt für die Öffentlichkeit zugänglich. Aber für den Blick vom Schlosshof auf die darunter liegenden Täler und Berge der Rhön lohnt allemal die Auffahrt!
Nachdem wir eingecheckt hatten, begrüßte uns der Bürgermeister von Hofbieber und unser Geschäftsführer Marcus Schafft im Gemeindezentrum. Er berichtete aus seiner lebens- und liebenswerten Gemeinde. Die Gemeinde Hofbieber wurde 1972 im Zuge der Gebietsreform aus 16 ehemals selb- ständigen Gemeinden gebildet. Sie besteht aus den Ortsteilen Hofbieber, Allmus, Danz- wiesen (Milseburg), Elters mit Steens, Malerdorf Kleinsassen mit Schackau, Lan-
genberg, Langenbieber, Mahlerts, Niederbieber, Obergruben, Obernüst, Rö- dergrund/ Egelmes, Schwarzbach, Traisbach, Wiesen und Wittges.
 
Ein eigenes Wappen wurde im Jahre 1973 entworfen und wird seit dieser Zeit geführt.
Das Wappen zeigt auf weißem Grund eine Buche, an der 16 Blätter sichtbar sind. Auf der rechten Seite des Stammes, ist ein abgebrochener Ast zu sehen. Die in dem Wappen darge- stellte Buche weist auf die Region Rhön hin. Vorherrschend ist hier die Buche. Darüber hinaus ist die Buche ein Hinweis darauf, dass zur Zeit der Klostergründung in Fulda durch den Hl. Bonifatius das Land um Fulda herum wegen seines Waldreichtums als „Buchonia“ bekannt war. Nachdem viele Buchenbestände im Mittelalter den Köhlern zum „Opfer“
fielen, wirbt das Biosphärenreservat Rhön heute mit dem Slogan „Lande der offenen Fernen“. Die 16 Blätter sind der Hinweis darauf, dass die Großgemeinde Hofbieber aus 16 ehemals selbständigen Gemeinden entstanden ist.
Der abgebrochene Ast weist auf die Grenze zur ehemaligen DDR hin, die über 40 Jahre hin-weg das Gemeindegebiet nach Osten hin undurchdringlich verschlossen hat. Diese Grenze ist nun zwar gefallen, der abgebrochene Ast wird jedoch im Wappen verbleiben, weil das Unrecht, das den Menschen diesseits, besonders aber jenseits des eisernen Vorhangs geschehen ist, nicht in Vergessenheit geraten darf.
Die Form des Buchenstammes und die kräftigen Wurzeln sind Zeugnis für die Heimatverbundenheit der Bewohner der Rhöngemeinde Hofbieber. Auf die jahr- hundertealte enge Verbindung zum ehemaligen Hochstift Fulda weist das schwarze Fuldaer Kreuz im Wappen hin.
Schließlich der in weiß gehaltene Untergrund, der einen gedeckten Tisch sym- bolisieren soll, von der Gastfreundschaft der Bewohner der Gemeinde und davon, dass in einer ganzen Reihe der Ortsteile erfolgreich Fremdenverkehr betrieben wird.“
Herr Bürgermeister Mar- cus Schafft zeigte uns am Abend den Film „Unsere Rhön“. In diesem Film sahen wir die Vielfalt dieses deutschen Mittel- gebirges mit aller seiner Schönheit an blüten- reichen Wiesen und Wei- den, Hochmoore,
bizarre Basaltformatio- nen, Biotopen, natur- nahe Wälder und über die Menschen und deren Kultur und Kunst. Durch diesen Film inspiriert, waren wir neugierig auf die kommenden Tage.

Im Anschluss  gab es unter- einander wieder, wie die Bilder zeigen, vieles aus- zutauschen

 
Zum „Point Alpha“ ging es dann am Samstagmorgen. Point Alpha war ein Beobachtungsposten der Amerikaner an der ehemaligen innerdeutschen Grenze im Kalten Krieg. Er liegt zwischen den Gemeinden Rasdorf (Hessen) und Geisa (Thüringen). Er ist ein einzigartiger Zeitzeuge im Macht- kampf zweier politischer Systeme. Die zum Teil rekonstruierten Grenzanlagen der DDR erinnern in der heutigen Gedenkstätte an die Leiden der ost- deutschen Menschen im Sperrgebiet.

Der für uns zugeteilte und  sehr     kompente    Gästebegleiter führte uns über zwei Stunden durch das große Ge- lände und gab uns äus- sert engagiert einen Einblick in die politi- schen und geschicht- lichen Hintergründe.

Für mich war neben den Selbstschussanlagen der Teil der „Geschleiften Höfe“  mit am abscheu- lichsten was dort in der Grenzregion geschah. Die Menschen, die   in dieser  Sperrzone lebten, wurden zwischen 1952 und 1961 in zwei großen „Säuberungsaktionen“, die intern auch  "Aktion Ungeziefer" genannt wur-
de, von dem DDR Regiem beliebig und gegen ihren Willen von Haus und Hof getrennt und dann irgendwo im inneren der DDR ver- bannt. Oder sie flüch- teten mit nur dem We- nigen, was sie mit- nehmen  konnten aus ihrer Heimat in den Westen. Insgesamt wur- den ca. 11.000 Men-
schen auf diese grau- enhafte Weise vertrieben.

 
Viele dieser Gehöfte wur- den zwangsgeräumt  und abgerissen und so entstand  der Begriff "Geschleifte Höfe".
Hier haben v.r. Astrid Schmidt, Felicitas Schim -mel und Lothar Diels endlich eine Sitzgege- legenheit für  ihre müden Füße bis es zum näch- sten Programmpunkt ge- funden.

Am Nachmittag war die Wanderung zur sagen- umwobene Milseburg angesagt. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Wasserkuppe vorbei. Die Wasserkuppe ist mit 950 Meter ü. N.N. der höchste Berg der Rhön. Der wasserreiche Berg ist als „Wiege des Segel- flugs“ bekannt. Hier entspring auch die Fulda. s. hier Bild unterhalb
Den Aufstieg zum Gipfel der Milseburg mit Kapel- le, barocker Kreuzi- gungsgruppe und uriger Schutzhütte, folgten nicht alle der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, da es leider nach dem herr- lichen und sonnigen Vor- mittag in Strömen schüt- tete.Blitze zuckten rechts und links von uns.

 
Sonntagvormittag be- stand die Gelegenheit zum Gottesdienstbesuch im Schloss Bieberstein (evangelisch) oder in der Pfarrei St. Georg in Langenbieber (katho- lisch). Einige nutzten auch die Möglichkeit den Besuch des Gottes- dienstes in dem Dom in Fulda.
Die Kunstwoche im Malerdorf Kleinsassen war am Sonntagnach- mittag unser nächstes Ziel. Die Kunstwoche fin- det jedes Jahr im August in den Strassen, Häu- sern, Scheunen und Hö- fen des Malerdorfes Kleinsassen statt und ist weit über die Grenzen des Landkreises be- kannt. Viele bekannte
Künstler und Künstler- innen stellen hier ihre Arbeiten aus. Außerdem können kleine und große Zuschauer im Traum- theater großartige Vor- stellungen erleben. Im Pfundsmuseum finden die Besucher über meh- re Etagen alles über das Messen und die Waa- gen von heute bis in die Antike zurück. Ganz-
jährige Ausstellung zeigt die Kunststation Klein- sassen von in- und ausländischen Künst- lern. Zurzeit können Sie dort eine Ausstellung der Bildwelten von Sal- vador Dali - Werke aus dem Dali-Museum Ber- lin sehen.

 
 
 
Bürgermeister Marcus Schafft eröffnete um 14:00 Uhr die sehr eindrucksvolle Kunstwoche.
 
 
Am Abend konnten wir dort in der Kleinsassener Laurentius Kirche ein erbauliches Konzert mit Werken Bachs und anderer Künstler erleben.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
UIm 22.00 Uhr startete die zweistündige Sternschnuppen-Nachtwanderung zum Keltenwall an der Milseburg.
Die Führung auf dem Rhöner Barfuß-Erlebnis- pfad nahe am Ortskern von Hofbieber am Mon- tagmorgen war unser offizielles und letztes Event auf unserem Pro- gramm. Aus körnigen Sand, massierenden Kies, lehmiger Erde, raues Gestein, natur ge- wachsenes Holz oder er- frischendes Wasser sind die Materialien. Der ein kilometerlange Rund-
gang des Barfuß-Erlebnispfades erweckte im wahrsten Wort „die Sinne“. Eine Fußwaschanlage stand am Ende zur Verfügung.
 
Nach der Begehung des Barfuß-Erlebnispfades haben wir noch die Gelegenheit bekommen, einen Besuch in der Werkstatt des Holzbildhauermeisters Johannes Klüber zu machen. Er war uns ja tags zuvor schon mit seiner beeindruckenden Bronze-Skulptur und den drei "nackten Pinseln" (mit einer Kettensäge bearbeiteten Baumstämmen) auf dem Künstlermarkt in Kleinsassen aufgefallen. Seine Werkstatt eröffnete uns Einblicke in die vielfältigen Arbeitsweisen dieses jungen Künstlers: Madonnenstatuen, ungewöhnliche Kreuz-Darstellungen und moderne Holzobjekte. Dieser Besuch hat die Vielfältigkeit unseres Ausflugs nach Hofbieber sehr schön abgerundet.
 
Wir danken Marcus Schafft für das wundervolle gelungene, abwechslungsreiche und gut organisierte Wochenende.
 
Hofbieber in der wunderschönen Röhn ist eine Reise wert, und wer wie ich das Erstemal dort war, kehrt bestimmt wieder zurück.
 
Christine Blumenthal
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Seminar Hofbieber vom 07.08.- 10.08. 2009
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Quelle www.hofbieber.de
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